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Unternehmensgruppe Stute verweigert Tarifverhandlungen PDF Drucken E-Mail
Montag, 28 Januar 2008 | Autor: Cathrin Heinicke
Detmold-Paderborn.  Nachdem im letzten Jahr zwischen Vertretern der Unternehmensgruppe Stute und der Gewerkschaft NGG Detmold-Paderborn Gespräche zum Abschluss von Tarifverträgen geführt worden sind, stehen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nun erneut, so der Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG Bernd Maiweg, vor dem Nichts.

Maiweg weiter: "Seit teilweise 10 Jahren haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Unternehmensgruppe Stute keine Lohnerhöhungen bekommen. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten liegen heute bis zu 30 % unter vergleichbaren Einkommen anderer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Nur in einigen wenigen Teilbereichen ist es zu Einkommensangleichungen gekommen."

Nach Einschätzung der Gewerkschaft NGG hat diese Entwicklung, besonders vor dem Hintergrund des sich entspannenden Arbeitsmarktes, in den letzten Wochen zu zahlreichen Kündigungen bei Stute geführt.

Das ist eine Abstimmung mit den Füßen, so der Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG, besonders qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verlassen die Unternehmensgruppe Stute, um sich zu erheblich besseren Konditionen bei anderen Arbeitgebern zu verpflichten. Die Gewerkschaft NGG schließt nicht aus, dass diese Entwicklung insgesamt zu großen Problemen für die Unternehmensgruppe Stute führen wird.

Nachdem im letzen Jahr die Gespräche in ruhiger und sachlicher Atmosphäre mit dem damaligen Geschäftsführer Berghorn geführt werden konnten, ist seit Oktober letzten Jahres zwischen Unternehmensleitung und Gewerkschaft Funkstille. Geschäftsführer Berghorn, der aus unbekannten Gründen überstürzt das Unternehmen verlassen hat, war nach Ansicht der Gewerkschaft auf einem richtigen Weg.

In äußerst schwierigen Gesprächen zwischen den Parteien war es gelungen Entwürfe für einen Manteltarifvertrag und eine neue Gehaltsstruktur zu entwickeln. "Wir hätten mit diesen neuen Tarifverträgen nicht das Niveau anderer Industriebranchen erreicht, aber es war sicherlich ein richtiger Weg" betont der Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG Detmold-Paderborn. "Da wir nicht bereit sind eine weitere Abkoppelung von der allgemeinen Tarifentwicklung hinzunehmen, dies besonders vor dem Hintergrund enorm steigender Preise, müssen wir nun mit der Belegschaft über andere Maßnahmen nachdenken. Die NGG hat daher die Tarifkommission eingeladen, um nun ausschließlich eine Entgelterhöhung auf die bestehenden Löhne und Gehälter zu fordern. Wenn die Unternehmensleitung weiterhin der Meinung ist, mit Arbeitsverträgen von teilweise bis zu 48 Stunden in der Woche und absolut unbefriedigenden Einkommensverhältnissen motivierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu haben, ist es mit der Zukunftssicherheit des Gesamtunternehmens nicht weit her.

In einer Betriebsversammlung am 8. Februar wird die NGG die Belegschaft weiter informieren.

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