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Sag mal wo kommen eigentlich die Eisberge her? PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 09 August 2017
Teil 2

Image Der Polarkreis wird über Nacht mit der MS Astor überfahren. Der nächste Morgen beginnt mit einem Frühstück auf dem Wasser im Polargebiet. Die Sonne scheint wieder und Sisimiut soll der nächste Stopp sein. Ab hier dürfen Schlittenhunde gehalten werden. Unterhalb des Polarkreises hat die Schafzucht Vorrang.

Die Anlandungszeit an der Pier verzögert sich um knappe 2 Stunden da ein Fischtrawler nicht Platz gemacht hat. Da der Hafen nur wenig Wassertiefe bietet muss unser Kreuzfahrtschiff kurzer Hand bis auf das Meer hinausfahren, damit der Trawler den Anleger freimachen kann. Wie man wieder sieht, ist eine Expeditionskreuzfahrt nicht planbar.

Image Nachdem die Flexgangway ausgefahren ist, können wir sofort von Bord. Passkontrollen scheinen hier nicht von großer Bedeutung. Sisimiut klingt dänisch auch gut.

Holsteinborg! In diesem Ort kann man schon ein paar Meter zurücklegen. Er trägt ein Walrosskopf im Wappen und hat eine Gesamtfläche von 34.400 km². Vom Anleger durch das Hafengebiet erreichen wir den Ortseingang.

Ein kleiner Handwerksladen bietet Souvenirs an. Die üblichen Postkarten und Magneten lassen sich teilweise in Grönland nur schwer ergattern.

Image Wie viele grönländische Siedlungen liegt Sisimiut auf einer dem Inlandseis vorgelagerten Halbinsel. Nasaasaaq ist mit 784 Metern in diesem Ort der höchste Berg. Vom Bordreisebüro werden zwei nicht ganz leichte Wanderungen angeboten. Hauptattraktion ist hier wohl die Altstadt, das Kolonialzentrum. Der Eingang wird von Walkieferknochen eines 1902 im Fjord gestrandeten Grönlandwals gesäumt, im Hintergrund erstrahlt in sattem blau die Bethel-Kirche von 1775.

Der Höhepunkt der Reise wird am nächsten Morgen erreicht. Um vier aus den Federn gehüpft, fährt das Schiff bereits zwischen Eisberggiganten. Links und rechts der Reling schaue ich, immer wieder das gleiche unfassbare Bild. Bisher sind wir keinem anderen Kreuzfahrtschiff auf dieser Reise begegnet. Dahinten denke ich ist eines zu sehen. Als die Sonne herauskommt ist es leider nur ein Eisberg.

Image Jakobshavn liegt am Ostufer des Diskobucht. Wir liegen knapp eine Seemeile auf Reede. Die Grönländer machten aus Jakobshavn einfach Eisberge also Ilulissat. Ilulissat ist die drittgrößte Stadt der größten Insel der Erde. Mit nur 4.500 Einwohnern ist sie aber wohl die berühmteste oder eben die Stadt mit der größten touristischen Fluktuationsrate. Kein Wunder! Die Lage ist entscheidend. Denn im Süden der Stadt befindet sich die Mündung des Eisfjords. Am anderen Ende dieses Fjords befindet sich der Sermeq Kujalleq Gletscher. Dieser gehört zu den aktivsten Gletschern der Erde. Eer bewegt sich täglich um die ca. 20 m fort. Riesige Eisberge bis zu 700 m Höhe brechen dort ab und beginnen ihre Reise durch den knapp 40 km langen und rund 1000 m tiefen Fjord.

Image Viele der Eisbrocken sind 15 Monate auf Reisen bevor sie ins Stoppen geraten. Eine Unterwassererhebung (Muränenablagerung) in Höhe der 7 KM breiten Eisfjordmündung lässt die Ausfahrt der Eisberge regelrecht stoppen. Hier ist nur eine Wassertiefe von 200m gegeben. 2004 wurde dieses Gebiet zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt.

Ein Besuch des Eisfjords ist in Ilulissat gehörte einfach dazu. Ein Holzpfad durch die Tundra leitet den Weg. So verlockend es auch scheint, der kleine Strand am Fjordrand sollte allerdings gemieden werden, denn dreht sich ein großer Eisgigant so birgt das die Gefahr einer Tsunami Welle. Mit einem "Extreme-Danger" Hinweisschild wird am Wegesrand aufmerksam gemacht. Welches Bild sich am Ende des Weges bietet, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Naturgewalten und unbeschreiblichem Ausmaß. Wie klein man sich hier als Mensch fühlt.

Image Eine Fahrt in der Mitternachtssonne im kleinen roten Fischkutter bietet dann den krönenden Abschluss dieses Ziels. Wahrlich kann man diesen Punkt der Reise als Höhepunkt beschreiben, was kann das noch toppen?

Fotos: by IDa

Teil 3 erscheint demnächst


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“Die meisten Menschen, die die Eigenschaft besitzen, viel Geld zu machen, haben selten auch die Eigenschaft, es zu genießen.”

André Kostolany, ungar. Börsenspekulant, seine Bücher über Wirtschaftsentwicklungen und die Börse wurden in viele Sprachen übersetzt, 1908-1999

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