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Wenn der Nebel die Eisberge verschluckt PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 03 August 2017
Image Es wird schon ziemlich komisch geguckt mit dem Sommerurlaubsziel "Grönland". Die meisten Leuter stellen die Frage, ob man zum Frieren wegfahren muss oder was man dort denn machen möchte. Allein mit dem Begriff "Ich fahre zur größten der Insel der Erde" können die meisten erst Mal nichts anfangen. Da werden dann Gebiete wie Australien und Neuseeland genannt, doch wer in der Schule aufgepasst hat, sollte wissen das Australien als Kontinent dafür nicht in Frage kommt.

Grönland, in der Landessprache Kalaallit Nunaat, ist mit einer Fläche von 2.166.000 km², auch wenn es nur wie ein weißer Fleck auf dem Globus aussieht, die größte Insel der Erde. Nach Antarktika hat Grönland die geringste Bevölkerungsdichte aufzuweisen und gehört zu Dänemark. Geologisch betrachtet liegt Grönland in der Arktis von Nordamerika.

Wer dorthin eine Reise mit dem Kreuzfahrtschiff unternimmt hat sich ein exotisches Ziel ausgesucht und muss damit rechnen, dass durch Naturgewalten auch einmal nicht alles nach Plan verläuft. Der Begriff Expeditionsreise ist angebracht und lässt somit offen, ob die geplanten Anlandungen durchgeführt werden können, dennoch belohnt die atemberaubenden Natur und Tierwelt den Reisegast.

So startete das von Troll Tours aus Medebach gecharterte Kreuzfahrtschiff MS Astor in Reykjavik (Zwischenstation einer dreißigtägigen Faszination Nordlandreise) Richtung Grönland am Donnerstagabend des 29. Juni 2017. Flüge aus Deutschland und Österreich brachten die Gäste nach Keflavik, um dann im Kreuzfahrthafen der isländischen Hauptstadt an Bord gehen zu können. Mit Sekt in der Hand und wenig Wellengang ging die interessante Expeditionsseereise ins bislang noch unbekannte "Weiß" los.

Image Im Laufe des ersten Seetags wurde bekannt, dass der auf Ostseite Grönlands befindliche Ort Tasilaq auf der Insel Ammassalik auf Grund der hohen Eisdichte leider nicht angefahren werden konnte. So nahm Kapitän Sergey Strusevich Kurs auf das Kap Farvel. Der Seetag war mit einer Windstärke von Beaufort 5 erträglich auch wenn schon einmal vorsichtshalber, die kleinen weißen Tütchen im Spender überall im Treppenhaus zu sehen waren. Vorteilhaft ist bei einer westlichen Reise die Uhrumstellung. Sie erfolgt in positivem Sinne, der Urlaub wird plötzlich "mehr". Am Nachmittag des nächsten Tages sollte dann der Versuch scheitern, in den legendären Prins-Christian-Sund zu fahren. Während der Durchsage, dass Grönland in Sicht sei und es auf den Außendecks voll wurde, schien noch die Sonne und die ersten Eisgiganten kamen am Schiff vorbei. So schnell waren sie dann auch wenig später vom auftretenden Nebel verschluckt. Die dänischen Eislotsen und der Kapitän auf der Brücke entschieden dann eine Seemeile vor der östlichen Einfahrt des Prins-Christian-Sunds die Durchfahrt nicht durchzuführen. Wie sollte die Reise weitergehen? Es fing ja schon gut an.

Als Zwischenlösung wurde für den nächsten Tag eine Anlandung für den Ort Qaqortoq vorgesehen, welcher nicht planmäßig vorgesehen war. Morgens begann die Einfahrt in den Fjord, der Nebel lichtete sich und die ersten Holzhäuschen in den unterschiedlichsten Farben begrüßten uns. Es ist wärmer als ich dachte. Eine Fleecejacke genügt auf Deck. Was für eine schöne fröhliche bunte grönländische Welt. Für das Auge und die fotografierenden Passagiere schwimmt sogar noch ein schön geformter Eisberg südlich der farbigen Häuschen wie auf Bestellung im blauen Wasser. Einfach wie im Bilderbuch.

Image Qaqortoq trägt den dänischen Namen Julianehab. In Grönland sind viele Orte noch unter den dänischen Bezeichnungen bekannt. Hier liegt das Schiff auf Reede, da so ein kleiner Hafen keine Pier zum Anlegen für große Schiffe anbieten kann. So holen sich die Kreuzfahrtgäste Tenderkarten an der Rezeption. Alles geht läuft nach geordneter Reihenfolge ab.

Eine Horde Mücken begrüßen uns während der ersten Schritte auf grönländischen Boden. Gut war noch der Kauf im heimischen Deutschland eines Mückenschutznetzes für den Kopfbereich. Die ersten Leute wedeln mit Info-Prospektmaterial welches die Lektoren verteilen um sich und suchen nach der Möglichkeit, ein solches Netz zu erwerben. Es macht einfach den Landgang angenehmer. Bei wenig Wind und Sonne sind die kleinen Quälgeister wohl besonders aktiv. In den hiesigen Supermärkten gehören Mückenschutznetze zum alltäglichen Bedarf.

Image Auf dem Rundgang gibt es einiges zu sehen. Der älteste Springbrunnen Grönlands ist in Qaqortoq zu finden, Steinzeichnungen in Felswänden und u.a. eine alte rote Holzkirche. Mittags geht die Reise mit dem Schiff weiter. Kurz nach Verlassen des Hafens verdichtet sich der Nebel wieder und es wird etwas kälter. Die ersten Eindrücke der größten Insel der Erde, eigentlich für viele nur ein großer weißer Fleck auf der Weltkarte, waren einfach grandios und unbeschreiblich.

Der folgende Seetag wird von Lektorenbeiträgen, viel Essen und Walsichtungen begleitet, ansonsten ist die See ruhig und der Tag läuft entspannend. Für Furore sorgten natürlich die ersten Wale. Vom Lektorenteam als Buckelwale identifiziert standen viele interessierte Passagiere auf den Außendecks. Auch die Fotografen unter ihnen konnten einige gute Pics ergattern.

Image Die Hauptstadt Grönlands ist Ziel der Anlandung des nächsten Tages, hat knapp 17.000 Einwohner und befindet sich ca. 250 KM südlich des nördlichen Polarkreises. Hier bestimmt auch wieder mal der Fischfang den Arbeitsalltag. Einige hohe Wohnblöcke bestreiten das Bild der Stadt wobei der nördliche Teil wieder das typische grönländische Postkartenmotiv bietet. Die Wolken hängen tief in Godthab, so die dänische Bezeichnung für Nuuk. Godthab bedeutet "Gute Hoffnung", diese hatten auch die Passagiere der MS Astor vor Antritt ihrer gebuchten zweistündigen Fjordsafari. Etliche Buckelwale spielten vor den kleinen Booten umher.

Der Nachmittag brachte Regen und es wurde das erste Mal kalt, nasskalt. Das ließ jedoch nicht vom Erkunden der Stadt abschrecken. Hier gibt es ausgebaute Straßen und sogar drei Buslinien bieten ihre Dienstleistung an. Das Parlament hat hier den Sitz und mehrere Geschäfte, ein Einkaufszentrum (sogar eine kleine Fußgängerzone) und der alte Stadtteile mit Kirche sowie die Hans-Egede-Statue laden zum Erkunden ein.

Fotos: by IDa

Teil 2 folgt …

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“Die Fähigkeit, auf welche die Menschen den meisten Wert legen, ist die Zahlungs-Fähigkeit.”

Oskar Blumenthal, deutscher Schriftsteller, 1852-1917

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