Info
Schicken Sie uns Ihre Pressemitteilungen!
Ob Pressemitteilung oder fertiger Artikel - wir nehmen es gerne auf. Registrieren, freischalten lassen und loslegen! kostenlos
Schlagzeilen arrow Kids arrow Zehntausende Schüler setzen am...
Zehntausende Schüler setzen am Sozialen Tag Zeichen sozialen Engagements PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 13 Juli 2017 | Autor: Klaas Martens

Die Spenden kommen in diesem Jahr jungen Geflüchteten zugute

NEUMÜNSTER. Zehntausende Schülerinnen und Schüler setzen heute am bundesweiten Sozialen Tag von Schüler Helfen Leben (SHL) ein solidarisches Zeichen. Für einen Tag tauschen die Jugendlichen die Schule gegen einen Arbeitsplatz und spenden ihren Lohn an SHL. Mit diesen Einnahmen werden 2017 Projekte gefördert, die Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung in Südosteuropa und Jordanien unterstützen.

Förderentscheidung in Schülerhand

Auf dem Schülerkongress zum Sozialen Tag entschieden 250 delegierte Schüler bereits im Mai, welche Projekte sie mit ihren Spenden unterstützen wollen. Ihre Wahl fiel auf das Projekt der Organisation "Pomoć Deci" in Serbien, von dem sowohl Rückkehrer nach Serbien als auch Geflüchtete aus dem Nahen Osten profitieren. Jugendliche Paten unterstützen die Neuankommenden dabei, die Sprache zu lernen, den Schulbesuch (wieder)aufzunehmen oder eine Arbeit zu finden. In Jordanien wird ein Kinder- und Jugendzentrum der Johanniter mit ihrer lokalen Partnerorganisation "Sahel Horan" in Al Shajara an der syrischen Grenze unterstützt. Um einen geschützten Raum zum Lernen und Spielen zu schaffen, werden dringend benötigte Renovierungsarbeiten und Möbel, außerdem der Aufbau einer Bibliothek finanziert.

Jugendlicher Einsatz wird gelobt

Die langjährige Schirmherrin Bundeskanzlerin Angela Merkel lobt das Engagement: "Schüler Helfen Leben zeigt, dass das Engagement von Kindern und Jugendlichen viel erreichen kann. Wenn viele Einzelne tatkräftig anpacken, um einen Beitrag zur Hilfe zu leisten, dann können sie auch etwas bewirken." Hannah Steiner (18) setzt sich seit vielen Jahren am Sozialen Tag ein. Dieses Jahr arbeitet sie im Bundeskanzleramt: "Ich mache am Sozialen Tag mit, weil die unterstützten Projekte vor Ort direkt auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen eingehen. Außerdem haben wir als Teilnehmende auch selbst die Chance, bei der Wahl der Projekte mitzubestimmen."

Ina Andresen (19) erlebt den Sozialen Tag in Jordanien. Sie ist nächstes Jahr Freiwillige bei Schüler Helfen Leben und wird den Sozialen Tag 2018 organisieren. Aktuell besucht sie das Sozialer Tag-Projekt an der syrischen Grenze: "Ich bin begeistert davon, wie vielfältig das Programm für die Kinder und Jugendlichen hier gestaltet ist. Sie lernen nicht nur Lesen, Schreiben und Englisch, sondern arbeiten auch ihre Situation und Erfahrungen in einer kreativen Art und Weise auf. Das gibt ihnen Selbstbewusstsein und Kraft für die Zukunft."

Das Aktionsformat des Sozialen Tages existiert bereits seit 1998, seit 2006 findet der von Freiwilligendienstleistenden in Neumünster organisierte Soziale Tag in ganz Deutschland statt. In den letzten 20 Jahren wurden insgesamt rund 27 Millionen Euro gesammelt, in diesem Jahr wird mit einer Spendensumme von ca. 1,3 Mio. Euro gerechnet. Der Soziale Tag 2017 steht unter dem Motto "Mach Doch." und greift die Grundidee der Aktion auf: Jeder kann etwas bewegen. Egal wie, Hauptsache machen!

Schüler Helfen Leben ist eine Jugendinitiative, die während des Jugoslawienkrieges 1992 von Schülerinnen und Schülern gegründet wurde. Die Organisation setzt sich für die Rechte und Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen ein. Sie fördert und betreibt Jugend- und Bildungsprojekte in Südosteuropa, Jordanien, Syrien und Deutschland mit den Themenschwerpunkten Anti-Diskriminierung, Jugendengagement und der Unterstützung von Geflüchteten. Einmal im Jahr richtet Schüler Helfen Leben deutschlandweit den Sozialen Tag aus, an dem zehntausende Schülerinnen und Schüler einen Tag arbeiten statt zur Schule zu gehen und ihren Lohn für Gleichaltrige in unseren Projektländern und für unsere Bildungsarbeit in Deutschland spenden.
< zurück   weiter >
Zitate - Lebensweisheiten - Denkanst��e

“Niemand ist so reich, dass er die Vergangenheit zurückkaufen kann!”

Oscar Wilde, englischer Schriftsteller, 1854-1900

© 2004, PaderZeitung
Partnerseiten:
News Paderborn  |  News Bielefeld  |  Detmolder-Zeitung  |  Paderborner-Zeitung
News Freiburg  |  PaderAuto  |  Public-Web  |  Presseservice-NRW
designed by 1MediaDesign