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Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Budapest PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 28 Juni 2017 | Autor: Friederike Schmidt

Noch freie Plätze für internationales Sommerlager von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Budapest

Vom 16.07.-30.07.2017 findet in Budapest, der Heimat einer der größten und dynamischsten jüdischen Gemeinden in Europa, ein internationales Sommerlager von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste statt. Anmeldungen sind noch möglich. In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Kulturbund "Mazsike" werden die Teilnehmenden in die Vergangenheit und Gegenwart jüdischen Lebens in Ungarn eintauchen, das moderne Budapest vor dem Hintergrund seiner langen und facettenreichen Geschichte kennenlernen und sich mit dem ungarischen Volksaufstand 1956 und seiner Bedeutung für das heutige Europa beschäftigen.

Auf dem größten jüdischen Friedhof Ungarns werden sich die Teilnehmenden mit leichten Garten- und Pflegearbeiten für den Erhalt und die Instandsetzung der weitläufigen Friedhofsanlage und ihrer Grabsteine engagieren. Die besondere und wechselvolle Geschichte der ungarischen Jüdinnen und Juden erschließen sie sich auf vielfältige Weise: durch historische Stadtrundgänge, Besuche der verschiedenen Synagogen, Gespräche mit Repräsentant*innen der jüdischen Gemeinde und mit Menschen, die die NS-Besatzung in der Stadt überlebt haben.

Im Rahmen des Sommerlagers haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit Formen des Widerstands gegen die Judenverfolgung auseinanderzusetzen. Was war das sogenannte internationale Ghetto, welche Rolle spielten Diplomaten bei der Rettung jüdischen Lebens, wo gab es andere Formen des Widerstands? Wie wird heute mit diesen Fragen umgegangen, wie wird erinnert?

Das Sommerlager lädt außerdem zu einer Beschäftigung mit den Oppositionsbewegungen zur Überwindung des Eisernen Vorhangs ein. Spuren an das Jahr 1956 gibt es heute vielerorts im Land und im Gespräch mit Zeitzeug*innen besteht die Möglichkeit, sich individuell mit den Ereignisse in Ungarn 1956 und danach auseinanderzusetzen.

Das Sommerlager findet dank einer Förderung durch das Europäische Bürgerschaftsprogramm statt.

Mehr Infos und Anmeldung: www.asf-ev.de/budapest

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste trägt seit 1958 im Rahmen von kurz- und langfristigen Freiwilligendiensten zu Frieden und Verständigung bei, setzt sich für Menschenrechte ein und sensibilisiert für die Auswirkungen der nationalsozialistischen Geschichte. Jährlich absolvieren rund 180 Freiwillige in 13 Ländern ihren langfristigen Friedensdienst. Die Sommerlagerarbeit von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste begann 1962 mit Arbeitseinsätzen von Freiwilligen beim Enttrümmern zerstörter Kirchen in Magdeburg. Seitdem haben tausende junge und ältere Menschen in Ost- und Westeuropa, Israel und den USA in internationalen, intergenerativen und/oder inklusiven zwei- bis dreiwöchigen Sommerlagern beim Erhalt jüdischer Friedhöfe, bei der Renovierung von Wohnungen für ehemalige NS-Zwangsarbeiter_innen oder bei Arbeitseinsätzen an den Anlagen von NS-Gedenkstätten mitgewirkt. Zu den Schwerpunkten des Vereins gehört auch die Auseinandersetzung mit der Vermittlung der NS-Geschichte im Einwanderungsland Deutschland.
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Konrad Adenauer, deutscher CDU-Politiker

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