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Friedlicher Islam PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 18 Juni 2017 | Autor: F. Staratschek

Ist die friedliche Religion eher selbstgemachtes Opium oder eine gute theologische Erkenntnis?

Religions- und Konfessionsgründungen haben oft seltsame Ursachen. Da will ein englischer König sich scheiden und wieder heiraten und gründet deshalb seine anglikanische Landeskirche, die eine wunderschöne geistliche Musik hervorgebracht hat.

Da übt ein Martin Luther berechtigt Kritik an einigen Zuständen in der katholischen Kirche, erfindet ein "Sola-Scriptura- Prinzip", hält sich aber selber nicht daran, indem er die Bedeutung der Werke leugnet, die Jesus im Evangelium immer wieder hervorhebt.

Und nun im Juni 2017 wollen Muslime auf Demos zeigen, dass der Islam richtig verstanden nicht mit Gewalt zu tun hat. Das Problem ist nur, um das Christentum friedlich zu leben, muss man keine interpretatorischen Saltos schlagen. Die Texte und die ersten 100 Jahre Glaubenspraxis stehen sehr kritisch zur Gewalt und das so stark, dass radikale Christen oft die Selbstverteidigung ablehnen.

Die ersten 100 Jahre Islam nach Mohammed waren geprägt von einem Krieg nach dem anderen, der die Muslime von Indien bis Südfrankreich herrschen ließ. Diese Landnahme kann wohl kaum auf einer Kette zufällig gewonnener Verteidigungskriege unfreiwillig passiert sein.

Es stellt sich schon die Frage, warum Allah, wenn er eine Korrektur von Verfälschungen sendet, die Juden und Christen an seiner Religion vollzogen haben sollen,sich so kompliziert ausdrückt? Denn der Text des Koran ist kein Menschenwerk, sondern der Koran ist durch ein sich als Engel ausgebendes Geistwesen von Allah an Mohammed gebracht worden. Der Koran ist oft so individuell auf die Bedürfnisse Mohammeds zugeschnitten, dass es schwer ist, dies als einen allgemeingültigen Text anzusehen. Aber wenn schon Allah an so vielen Stellen Verse schickt, die Mohammeds handeln rechtfertigen, dann könnte Allah doch auch mal Mohammed Einhalt gebieten. Als einziger Empfänger des Koran müsste Mohammed die beste Kenntnis haben, wie der Koran zu verstehen ist.


So kann man bei Al Buhari (bei Reclam auf Deutsch) nachlesen:

"Als der Gesandte Allahs Haibar erobert hatte, wollte er die Juden von dort vertreiben, denn nach der Eroberung gehörte das Land Allah, seinem Gesandten und den Muslimen."

Der Koran gibt dazu passend folgende Anweisung:

Sure 9.29: "Bekämpft diejenigen Schriftbesitzer (Juden und Christen), welche nicht an Allah und den jüngsten Tag glauben und die nicht das verbieten, was Allah und sein Gesandter verboten haben (z.B. der Glaube an die Dreifaltigkeit Gottes) und sich nicht zur wahren Religion bekennen so lange, bis sie ihren Tribut in Demut entrichten."

Es ließen sich noch viele weitere Stellen nennen, in in nur einem viertel Jahrhundert, 600 Jahre nach dem Wirken Jesu verfasst wurden und weit hinter das zurück fallen, was das Evangelium gebracht hat,

Koran und Bibel lassen sich nicht einfach vergleichen. Die Bibel wurde nicht wörtlich von einem Engel gebracht und umfasst alleine für die Zeit von König David bis Jesus gut 1000 Jahre. Die Bibel gibt Zeugnis von der Offenbarung Gottes, enthält aber auch auch menschlich zeitbedingte Sichtweisen oder Erkenntnisschritte. Und für Christen ist die Bibel vom Neuen Testament her zu verstehen, wo in Jesus Gott selber zu den Menschen sprach und an ihnen handelte. Dieser Glaube ist laut Koran eine schwere Gotteslästerung. Im Islam nimmt der Koran die Stelle ein, die Jesus im Christentum hat. Der Koran ist die Offenbarung Allahs.

Schon das Christentum hat Probleme mit der "historisch kritsichen Methode", über die viele Historiker wegen der von vielen nicht erkannten Doppelung lächeln. Historische Methoden sind per se Quellenkritisch, da muss man eigentlich nicht nochmal betonen, das man kritisch ist. Aber modernen Theologen scheint es nicht genug zu sein, historisch zu arbeiten. In der Folge dieser kritischen Kritik bei modernen Theologen maßen die sich Aussagen und Schlussfolgerungen an, die sich eigentlich der wissenschaftlichen Erkenntnis entziehen. Letztlich wird so jede Offenbarung in Frage gestellt und alles der subjektiven Willkür ausgesetzt. So kommt man aber Karl Marx näher, als Jesus oder Mohammed. Eine Religion, die ihre Schriften mit kritischer Kritik unbedeutend macht, macht sich letztlich zum Opium für das Volk. Es gleicht einer Vergewaltigung der Texte, um diesen den eigenen Willen aufzuzwingen. Und wenn einem die Texte nicht passen, werden die z.B. spätdatiert, da anders z.B. die Prophezeihungen gar nicht erklärbar wären oder die Aussagen werden auf anderen Weg angezweifelt.

Anbei einige Stellen, wo die sich liberal nennenden Muslime auf ihren Internetseiten erklären müssten, wie diese das heute lesen und einordnen. Da das alles aus dem Koran ist, kann man nicht sagen, das hat nichts mit dem Islam zu tun:

In der 5. Sure wird Hand abhaken als Strafe, die von Allah kommt, gepriesen (5.39). Ich könnte zahlreiche Stellen anführen, die sagen, das Christen in die Hölle kommen (2.162, 4.48f, 4.117, 5.18, 5.73f, 6.21, 10.69), dass die meisten Christen Ungläubige sind (3.111), dass man diese nicht zu Freunden nehmen soll (3.29, 4.140, 9.23, 5.52, 5.58, 58.23), dass sich die Religion Allahs über jede andere Religion erheben soll (61.10), dass Frauen der Acker der Männer sind, den diese jederzeit bestellen dürfen(2.224)und dass man Frauen einsperren darf, bis der Tod diese bereit (4.16), dass Allah es verzeiht, wenn man sich an Sklavinnen vergeht, die keusch leben wollen (4.25, 24.34)...... Es ist nett, wenn liberale Muslime solche Aussagen des Koran nicht im Handeln umsetzen wollen. Aber zusammen mit der militärischen Praxis ihres Propheten Mohammed müssten sich doch die Muslime fragen, ob der Islam die wahre Religion ist oder ob liberaler Islam nur das Opium ist, um solche teilweise brutalen Aussagen aushalten zu können.

Manche sehen den Religionsbegriff so, dass das Christentum keine Religion ist, da in allen Religionen die Menschen handeln, damit die dem göttlichen näher kommen können, während für Christen der Gottmensch Jesus die entscheidende Handlung vollzog, dass wir Gott wieder nahen können. Ohne Gnade keine Rettung, alles Handeln des Menschen ist ohne die Gnade Gottes aussichtslos. Aber Gott erlaubt den Menschen, an seiner Erlösung mitzuwirken, indem dieser sich der Gnade aus freien Willen zuwenden muss und dann sein Leben nach dieser Gnade ausrichtet. Beides ist auch Arbeit. Gott kann noch soviel Gnade ausschütten, wenn der Mensch die nicht annehmen will und seinen Schritt zur Gnade geht, dann zwingt Gott die keinem auf. Insofern kann ich einem "Solo Gratia" (alleine die Gnade erlöst) nicht zustimmen. Bei Jesus kommen Menschen in den Himmel, weil die Verletzte heilten, Kranke pflegten und besuchten, Armen helfen....., Jesus selber gibt durch diesen Aussagen dem Tun große Bedeutung. Und so führt nach dem, was ich aus der Schrift lese die Mischung von Handeln un der Gnade zur Erlösung.

Vielleicht sollten die liberalen Muslime mal darüber nachdenken, ob der Glaube, gegen den sich der Koran und Islam so sehr wenden der eigentliche Glaube an Gott ist. Vielleicht entdecken die liberalen Muslime, dass das, was diese mit aufwendigen Interpretationskunststücken gerade rücken wollen, im Christentum seit Anfang an gegeben ist. Hier stimmt die Botschaft, woran es zeitweise schwer gemangelt hat und z.T. noch heute dran mangelt, ist die Umsetzung dieser christlichen Botschaft. Wenn aber die Botschaft klarer und einfacher zu verstehen ist, könnten gerade Muslime, die Jesus als Mensch gewordenen Gott und Erlöser erkennen die Kirchen neu beleben und viele Anstöße geben.

Die Trennung von katholischer und evangelischer Kirche wird man nicht so schnell überwinden können, da die gelebten Traditionen sich seit Luthers Zeit zu weit auseinander entwickelt haben. Aber diese Teile der Trennung haben nichts mehr mit Luther zu tun, der nur Auslöser einer getrennten Entwicklung war. Aber vielleicht kann man sich auf vielen Ebenen der praktischen Theologie wieder annähern, wenn man von dem Abrückt, was Luther mit "Sola Scriptura" und "Sola Gratia" meinte, da das Neue Testament im Kern ein Produkt der kirchlichen Tradition ist, die die Zeugnisse der Offenbarungshandlung Gottes und der Taten der ersten Christen schriftlich festhalten wollte. Da ist jedes "sola" eine unnötige Verengung. Solange man nicht alle Inhalte über den Haufen wirft, ist eine historische Untersuchung der der Entstehung des Neuen Testamentes zulässig. Die Kirche glaubt, dass der Heilige Geist bei der Redaktion der Bibeltexte mitgewirkt hat, damit dort Aussagen stehen, die einen etwas lehren. Um solche Aussagen richtig zu verstehen, kann eine historische Methode sehr hilfreich sein. Eine redaktionelle Bearbeitung der Texte ist keine Verfälschung, sondern der Versuch, die Botschaft zu erhalten, da diese über 1000 Jahre nur per Hand vervielfältigt werden konnte. An einem aufwendigen Buch war man bis zu einem Jahr beschäftigt, so dass alleine die Lohnkosten für den Schreiber schon 24.000 Euro wert wären. Kein Wunder, dass es Bücher damals fast nur in Bibliotheken und Kirchen gab. Der Koran ist hingegen nicht von einer Kirche in ihrer Frühphase geschaffen worden, sondern per überirdischen Boten direkt von Allah an Mohammed. Inwieweit die ersten Nachfolger Mohammeds den Koran verändert haben könnten ist eine andere Geschichte.

https://www.youtube.com/watch?v=5KqmRiFVDtY&list=PLNxJlLGDv5SNIPFp0xzbrIC36zHeSmCj4

Die Bibel kann man historisch auslegen, ohne dass man die darin enthaltenen Zeugnisse der Offenbarungen Gottes alle negieren muss. Der Koran ist die Offenbarung Allahs, da hat es eine historische Methode deutlich schwerer. Eine Religion, die nur dem eigenen Willen entspricht oder von diesem in wesentlichen Teilen willkürlich verformt wird, ist eigentlich nicht anderes als eine sanfte Wohlfühldroge, als Opium für das Volk. Aber eine Religion, die auf einer Offenbarung fusst, die man nicht selber gemacht hat, kann ein Antrieb sein, sich für eine bessere Welt einzusetzen, weil wir einander lieben sollen, wie Jesus uns geliebt hat, weil wir alles, was wir anderen antun, Jesus antun, weil wir nicht Gott und dem Mamon dienen können, weil wir Gutes denen tun sollen, die uns hassen, weil wir unsere Feinde lieben sollen..... Das sind Aussagen, die ich so klar nicht im Koran finde, der doch als Korrektur der Texte gekommen sein soll, die diese schönen aussagen enthalten.

Oder ist der Koran eine große Schrift des Anti- Christen und das weltweit erfolgreichste Buch, dass Menschen davon abhält, an die Erlösung durch Jesus zu glauben? Und wie kein anderes Buch, wird der Koran zur Begründung von Untaten herangezogen. Selbst, wenn diese Täter von Geheimdiensten fremdgesteuert wären, würden die mit dem Koran nur diese Schrift nutzen und müssten die Aussagen, mit denen Terroristen ihr Handeln begründen nicht selber erfinden. Gibt es wider erwarten doch eine gute, humane Auslegung all dieser kritischen Aussagen des Koran, ist es höchste Zeit, diese auf allen heute möglichen Kanälen zu verbreiten, das wirkt mehr, als jede Demo.
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Zitate - Lebensweisheiten - Denkanst��e

“Niemand weiß, ob eine Nachricht von Bedeutung ist, bevor nicht 100 Jahre vergangen sind.”

Friedrich Nietzsche, * 15.10.1844 † 25.08.1900

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