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Wie ermitteln Auskunfteien die Bonität? PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 07 Juni 2017
© istock.com/andresr
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Wie ermitteln Auskunfteien die Bonität?

Im Januar 2014 hat der BGH die Klage einer Frau abgewiesen, die wissen wollte, wie eine Auskunftei das Urteil "Nicht kreditwürdig" gefällt hat. Doch wie ermitteln die Auskunfteien nun die Bonität und was bedeutet das für den Verbraucher?

Wie die Bonität ermittelt wird, bleibt weiterhin geheim

Zwar haben Verbraucher einen Rechtsanspruch darauf zu erfahren, wie kreditwürdig sie von den Auskunfteien eingestuft werden - doch wie die sogenannte Bonität ermittelt wird, das bleibt weiterhin ein Geheimnis. Denn der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Klage einer Frau abgewiesen, die eine entsprechende Auskunft gefordert hatte.

Nur eines ist klar: Die Wirtschaftsauskunfteien ermitteln die Bonität mit einem komplizierten mathematisch-statistischen Verfahren. Beim Scoring wird aus verschiedenen Daten ein Wert ermittelt, der im Idealfall in der höchsten Bonitätsstufe bei 100 % liegt. Liegt der Wert darunter, dann kann der Kredit nicht nur teurer werden, sondern wird unter Umständen auch ganz verweigert. Daher empfehlen Experten Kreditinteressenten, sich bereits im Vorfeld über den eigenen Bonitätsscore kostenlos zu informieren, zum Beispiel bei Score Kompass (scorekompass.de/#!kredit).

Was darf eine Auskunftei speichern und was für Daten werden gesammelt?

© istock.com/georgeclerk
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Auskunfteien sammeln Daten, die Angaben zu der Person enthalten, aber auch Finanzmerkmale, wie zum Beispiel die Kredite, Anzahl der Bankkonten, Zahl der Kreditkarten, Handy- und Leasingverträge, aber auch Angaben über Mahnungen, unbezahlte Rechnungen und Insolvenzen. Gemäß Gesetz dürfen allerdings nur rechtskräftig festgestellte Ansprüche registriert werden, die offen sind. Sind die Forderungen verjährt, dann erfolgt eine Löschung.

Dagegen werden Angaben zum Einkommen, zum Kontostand, zum Familienstand, dem Beruf und die Nationalität sowie dem Vermögen nicht gespeichert. Nur dann, wenn ein Kunde eine Rechnung nicht zahlt oder seinen Zahlungsverpflichtungen aus einem Kredit nicht nachkommt, melden Händler und Banken dies der Auskunftei. Aus diesen Daten wird mit dem Bonitätschor eine Prognose des Zahlungsverhaltens erstellt. Diesen Wert verkaufen dann die Auskunfteien an Kreditinstitute, Onlinehändler oder Telefonanbieter. Von dem Unternehmen oder der Bank wird dann noch einmal eine eigene Einstufung der Kreditwürdigkeit vorgenommen, wobei hier Daten Verwendung finden, die nicht von der Auskunftei gespeichert werden, wie zum Beispiel das Einkommen.

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Kurt Tucholsky, dt. Journalist und Schriftsteller, 09.01.1890 - 21.12.1935

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