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Einheit, Krise und Familienzwist PDF Drucken E-Mail
Samstag, 03 Juni 2017 | Autor: Mario Rakuša
Reformierte die Grafschaft Simon VI. zur Lippe
Reformierte die Grafschaft Simon VI. zur Lippe
Vortrag im Rahmen des Reformationsjubiläums in Lippe. Lennart Pieper, Universität Münster, über die Folgen der Reformation für das Haus zur Lippe. Am Donnerstag, dem 8. Juni, um 19.30 im Lippischen Landesmuseum Detmold Detmold, 2. Juni 2017. Nicht nur in Wittenberg, Erfurt und Co. ereignete sich während der Reformation Bedeutendes, sondern auch direkt vor unserer Haustür. Mit der Einführung einer evangelischen Kirchenordnung im Jahr 1538 trat Lippe unter dem Grafen Bernhard VIII. zum Protestantismus über.

Wenige Jahrzehnte später fand in Lippe der nächste Umbruch statt, als Simon VI. in der Grafschaft den reformierten Protestantismus einführte. Diese Glaubensrichtung orientierte sich stärker an der Lehre Calvins.

Der Konfessionswechsel der Grafen zur Lippe hatte durchaus Vorteile. Es öffnete ihnen Türen an anderen Höfen. So taten sich neue Kreise für Heiraten und Bündnisse auf. Allerdings sorgte dieser Umschwung auch für Streitigkeiten innerhalb der Familie.

Ein weitreichender Konfliktfall mit konfessionellem Hintergrund ereignete sich mitten im 30-jährigen Krieg. Nach dem Tod Simon Ludwigs zur Lippe strebte Johann Bernhard, Bruder des verstorbenen Grafen, die Regentschaft in Lippe und die Vormundschaft seiner Neffen an. Die Witwe, Katharina zur Lippe, wehrte sich. Sie ließ ihre Söhne ins lutherische Hessen-Darmstadt entführen. Mit dem "lippischen Prinzenraub" löste sie beinahe einen militärischen Konflikt aus.

Trotz gelegentlicher Streitfälle zu dieser Zeit gab es jedoch keine Heiratsschranken zwischen Reformierten und Lutheranern. Lipper haben sich wiederholt mit Lutheranerinnen verheiratetet. Der Vortrag am Donnerstag, dem 8. Juni, beleuchtet die Probleme und Konfliktfelder, die sich durch die Annahme eines neuen Bekenntnisses für die Dynastie auftaten. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Das Grafenhaus zur Lippe zwischen Einheit und Krisen (1538 - 1650)
Vortrag von Lennart Pieper M.A. (Universität Münster)

Donnerstag, 8. Juni
Beginn: 19.30 Uhr
Der Eintritt ist frei

Foto: Lippisches Landesmuseum Detmold
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“Könige und Narren, so behaupten die Mathematiker, hätten ein und dasselbe Horoskop.”

François Rabelais, französischer Satiriker und Humanist

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