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Ankabuta - Spinnenfrau in Schwalenberg PDF Drucken E-Mail
Montag, 10 April 2017 | Autor: mg

Landesverband Lippe vergibt Schwalenberg-Stipendium für Bildende Kunst 2017

Detmold. Vom 1. Mai bis zum 31. Oktober 2017 wird wieder eine Künstlerin im Künstlerhaus in Schwalenberg leben und arbeiten. Aus über siebzig Bewerbern um das Schwalenberg-Stipendium hat sich die Jury für die Objekt- und Performancekünstlerin Ankabuta aus Wiesbaden entschieden. Mitglieder der Jury waren: der Bildhauer Prof. Ernst Thevis, FH Detmold/Höxter, Barbara Luetgebrune, Kulturredakteurin der Lippischen Landeszeitung, Dr. Doreen Götzky, Kulturabtei-lungsleiterin des Landesverbandes Lippe, Dr. Mayarí Granados, Kunsthistorikerin, Kulturagentur des Landesverbandes Lippe, Vera Scheef M.A., Kunsthistorikerin. Kulturagentur des Landesverbandes Lippe. "Die Auswahl fiel uns wieder sehr schwer, denn es hatten sich hochkarätige Künstler aus ganz Deutschland sowie dem Ausland beworben - zum Beispiel aus Spanien, Belgien, Norwegen. Das spricht für die Qualität und Attraktivität des Stipendiums in Schwalenberg", so die Kunsthistorikerin Dr. Mayarí Granados, die bei der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe für die Organisation des Stipendiums zuständig ist.

Ankabuta ist eine aus Südkorea stammende Künstlerin, die seit 2004 in Deutschland lebt und arbeitet. Ihr Werk ist vielseitig, sie ist in mehreren Medien zu Hause: der Malerei, Zeichnung, Objektkunst, Installation und Performance. Ankabuta ist eine Meisterin des Perspektivwechsels. Sie beherrscht das Metier der bizarren Miniatur ebenso wie raumgreifende Installationen, die sie für den jeweiligen Ausstellungsort erarbeitet. Der Künstlername Ankabuta, hergeleitet aus dem arabischen, bedeutet "weibliche Spinne". Der Name ist durchaus programmatisch zu verstehen: Ankabuta arbeitet mit künstlerischer Ausdauer und hand-werklicher Genauigkeit, mit unbeirrbarer Beharrlichkeit und konzeptuellem Stehvermögen.

Sie erschafft aus Fäden, Draht oder Kunststoff kleinstteilige Raumkonstruktionen. Die Arbeit "15.291 Ameisen" besteht aus über 15.000 kleinen Ameisen aus Draht und Kunststoff, die Arbeit "7815" für eine Ausstellung in Darmstadt im Jahr 2012 aus unzähligen Stickwolken, von denen Nadeln herunterhingen - aber nicht zufällig angeordnet, sondern in Form von Museumsgebäuden wie der Hamburger Kunsthalle oder dem Prado in Madrid - was der Betrachter aber erst im Liegen sehen konnte. Aus Draht formt sie ganze Gebäude und Städte als zarte Wandbilder, die in ihrer Gesamtheit wie ein "Beziehungsnetz" des jeweiligen Ortes wirken.

Für Schwalenberg plant sie, Gebäude des Ortes für ihre Kunstwerke zu untersuchen und in Draht und andere Materialien umzusetzen.

Eine Neuerung des Stipendiums ist die Präsentation der Abschlussausstellung im Robert Kopeke Haus auf über 240 m² Ausstellungsfläche. Vom 28.09. bis 05.11. 2017 werden dort unter dem Titel "Stipendiat & friends" Arbeiten der Stipendiatin sowie 2-3 junge, zeitgenössische künstlerische Positionen aus dem Umfeld der Stipendiatin gezeigt. Mit dieser Ausstellungskonzeption werden nun künftig im Robert Koepke Haus regelmäßig junge, zeitgenössische künstlerische Positionen präsentiert. "Somit haben wir den Finger am Puls der Zeit und können ganz junge, neue künstlerische Ideen präsentieren" freut sich Dr. Mayarí Granados. "Besonders gespannt können wir sein auf installative Arbeiten, die Ankabuta speziell für das Robert Koepke Haus schaffen wird."

Die Stipendiatin wird sich außerdem im Laufe des Stipendiums im Atelier mit Künstlergesprächen oder Präsentationen interessierten Besuchern präsentieren.

Ankabuta wurde 1980 in Korea geboren. Sie studierte von 1999-2003 Fine Art an der Chung-Ang Universität in Südkorea. Von 2004 -2009 studierte sie an der Kunsthochschule in Kassel bei Prof. Dorothee von Windheim und Prof. Urs Lüthi, machte ihr Examen bei Prof. Lüthi und Prof. Jakob Gebert. Von 2010-2012 war sie Trägerin des Charlotte-Prinz Stipendiums in Darmstadt und 2012 des Vordemberge-Gildewart Stipendiums in Wiesbaden. Ihre Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Aus-stellungen in Deutschland und Südkorea gezeigt. Sie lebt und arbeitet in Wiesbaden.
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