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Freitag, 13 Januar 2017
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Freizeit sinnvoll nutzen - geht das mittlerweile am besten online?

Weniger Stress, mehr Freizeit - dieser Wunsch gehört zu den beliebtesten Neujahrsvorsätzen. Mehr Freizeit, die man zudem bewusster gestalten und genießen möchte. Doch wie sieht diese bei den meisten eigentlich aus? Ist ein gemütlicher Abend vor dem Laptop heute mehr wert als ein Treffen mit Familie oder Freunden? Eine Umfrage aus dem vergangenen Jahr liefert einige interessante Erkenntnisse.

Eltern anrufen, einkaufen gehen, Wäsche aus der Reinigung holen und wenigstens ein bisschen die Wohnung auf Vordermann bringen - heutzutage ist die Freizeit häufig von unzähligen Verpflichtungen bestimmt. Im Durchschnitt haben die Deutschen gerade einmal 2.591 Stunden Freizeit im Jahr. Und die wollen sie natürlich auch sinnvoll nutzen. Und dabei zeichnen sich einige Trends ab: Standen beispielsweise persönliche Treffen mit Freunden und Familie einst ganz oben auf der Liste der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen, sind solche persönlichen Begegnungen im Laufe der Zeit immer weniger geworden - so besagen es zumindest die Ergebnisse des "Freizeit-Monitors", einer repräsentativen Studie der Stiftung für Zukunftsfragen. Stattdessen verbringen die Deutschen heutzutage ihre Freizeit mit Onlinemedien und in sozialen Netzwerken.

Trotz Facebook und Co. - Fernsehen bleibt die Nummer eins

Schließlich gibt es online genug Möglichkeiten, sich die freie Zeit angenehm zu vertreiben. Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und Co. gehören für viele Menschen schon längst zum Alltag. Damit lassen sich eben auch Wartezeiten beim Arzt oder an der Bushaltestelle wunderbar überbrücken. Von Spielen wie FIFA 17, Final Fantasy oder The Last Guardian lassen sich ebenfalls immer mehr Menschen an ihre Konsole fesseln. Denn dabei können sie in völlig neue Welten eintauchen und sich mit Gleichgesinnten messen. Wem Ruhm und Ehre in der virtuellen Welt nicht ausreichen, spielt um Geld und versucht sein Glück in Online-Casinos - von denen es inzwischen eine ganze Reihe gibt. Doch trotz der Angebotsfülle, die das Internet bietet, bleibt das Fernsehen die liebste Freizeitgestaltung der Deutschen. Dem Freizeit-Monitor zufolge verbringen rund 97 Prozent der Deutschen ihre Abende am liebsten vor der Flimmerkiste. Schließlich wird man hier je nach Format nicht nur unterhalten, sondern kann auch noch was dazulernen.

Nicht ohne mein Smartphone

Auch das Smartphone ist aus der Freizeitgestaltung nicht mehr wegzudenken. Es wird laut der Studie allerdings eher dazu genutzt, sich nebenbei zu beschäftigen. Laut einer weiteren Studie, die sich mit der Nutzung von Smartphones beschäftigt, ist das mobile Gerät insbesondere für junge Menschen zum ständigen Begleiter geworden. So gaben rund zwei Drittel der Studienteilnehmer an, nicht ohne Smartphone aus dem Haus zu gehen. Häufig wird es sogar eingesteckt, wenn es nur mal eben zum Bäcker oder Kiosk um die Ecke geht. Schließlich könnte währenddessen jemand anrufen oder eine Nachricht schreiben. Jeder zweite Nutzer schaut sogar direkt vor dem Einschlafen noch einmal auf sein Smartphone, um neue Mails oder Nachrichten zu lesen.

Wie Technik das soziale Leben beeinflusst

Dass sie zu jeder Tageszeit erreichbar sind, scheint die meisten Nutzer nicht weiter zu stören: Lediglich 23 Prozent finden dies ab und an lästig. Die Vorteile überwiegen eben bei Weitem die Nachteile. Viele Nutzer sind sogar der Meinung, dass das Smartphone ihr soziales Leben positiv beeinflusst. Schließlich ist es damit wesentlich einfacher geworden, Kontakte zu pflegen und sich spontan mit jemandem zu verabreden. Doch genau an dieser Stelle kann ein Smartphone auch zum Fluch werden. Denn 45 Prozent der Befragten gaben neben zahlreichen Vorteilen auch an, dass das Smartphone ein regelrechter Gesprächskiller sein kann - sofern man sich überhaupt noch regelmäßig mit Freunden trifft. Denn laut dem Freizeit-Monitor ist im letzten Jahr die Zahl persönlicher Begegnungen um gut ein Drittel zurückgegangen.

Die Zeit scheint immer knapper zu werden, die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung nehmen hingegen stetig zu. Vielleicht sollte in Zukunft also nicht "mehr Freizeit", sondern explizit "öfter Freunde treffen" ganz oben auf der persönlichen Wunschliste stehen. Denn für gute Vorsätze ist es bekanntlich nie zu spät - Jahreswechsel hin oder her.

Bildrechte: Flickr Work Seth Werkheiser CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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“Phantasie ist wichtiger als Wissen.”

Albert Einstein, dt. Physiker, 1921 Physik-Nobelpreis, 1879-1955

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