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Dienstag, 15 November 2016 | Autor: mb

Bewegung ein wichtiger Beitrag für die Lebensqualität aller Menschen

Image Soest. 8 Uhr. Der Tag beginnt. Die Kolleginnen in der Pflege sind bereits bei der Grundpflege, die anderen decken die Tische für das Frühstück in den Hausgemeinschaften. Physiotherapeutin Rita Wind erfährt den Bedarf, den die Pflege bei den einzelnen Bewohnern sieht. Das reicht von atemstimulierenden Einreibungen, über Lagerungen, Gangschulen bis hin zu Schlucktrainings für einzelne Personen.

FOTO: Die Physiotherapeutin Rita Wind und die Pflegedienstleiterin Maria Schönberg sind froh über den eigenen Physiotherapie-Raum im Soester Hanse-Zentrum, der seit Mitte des Jahres eingerichtet ist.

Die Physiotherapeutin geht durch die Hausgemeinschaften und berät fast beiläufig Schwester Birgit und den Pfleger Marvin bei der Umbettung von Herrn B. Der 88jährigen Frau M. tun heute besonders die Knochen weh. Die 36jährige Soesterin überprüft durch ein paar Übungen: Handelt es sich um Empfindungsstörungen der Nervenbahnen oder um Verspannungen der Muskulatur? Ein Gespräch hier, eine Haltungskorrektur dort und weiter geht es. Die tägliche Morgengymnastik als Gruppenangebot ist gleich dran. Danach geht es um die Beratung von Bewohner, des Pflegepersonal oder des Sanitätshauses, welches Hilfsmittel für diese Person oder Situation das Geeignetste wäre.

Rita Wind ist Mitarbeiterin des Hanse-Zentrums. Das seit 2012 eröffnete Soester Alten- und Pflegeheim hatte sich von Beginn an dazu entschlossen, nicht nur externe Physiotherapeuten ins Haus zu holen, sondern eine Physiotherapeutin fest anzustellen. "Das Pflegefachpersonal betrachtet bestimmte Haltungen und Verhaltensweisen aus einer Pflegeperspektive, die Physiotherapeutin aus ihrer Fachkenntnis heraus", erläutert Maria Schönberg, Pflegedienstleiterin des Hauses.

Zum anderen ließe sich ein Bewohner von einer Pflegefachkraft nicht so sehr zur Bewegung motivieren, wie durch eine Physiotherapeutin. "Ich habe eine andere Beziehung zum Bewohner als eine Pflegekraft bzw. werde als Person mit einer anderen Kompetenz wahrgenommen", ergänzte die Physiotherapeutin. Sie ist eine feste Größe im Tagesablauf und bildet eine Brücke zwischen den Bereichen Pflege und Sozialer Dienst des Hauses, zwischen Personal und Bewohnern. "Sie beobachtet Entwicklungen von Bewohnern, sie ist den Bewohnern im Hausalltag bekannt, sie kann kurzfristig agieren und kann auch das Pflegepersonal beraten bei Fragen zu Bewohnern", betont die 56jährige Pflegedienstleiterin.

Als Teil des Sozialen Dienstes arbeitete Rita Wind anfangs mit dem Team zusammen ein Bewegungskonzept für die Bewohner aus. Dann leitete sie das Team an, um diese Gruppenangebote fachlich korrekt umzusetzen. Zu den Angeboten zählen u.a. die tägliche Morgengymnastik, ein Bewegungsangebot im Stehen oder der Sitztanz oder Motomed, das ist eine Form von Radfahren.

Bewegungsfördernde Angebote führen zu mehr Beweglichkeit und dies zu höherer Lebensqualität. Laut einer Studie der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) aus dem Jahre 2014 könnte fast jeder fünfte Pflegeheimbewohner seinen Alltag selbstständiger gestalten, wenn er beispielsweise gezielt bewegungsfördernde Maßnahmen erhalten würde. Physiotherapeutische Angebote sind wichtig, denn es ist gerade die Aufgabe der Physiotherapie, Mobilität zu fördern und zu erhalten. "Wir arbeiten auch mit verschiedenen externen Physiotherapeuten zusammen", betonte Maria Schönberg. Diese können aber erst tätig werden und über die Krankenkassen abrechnen, wenn Stürze oder schwerwiegende Einschränkungen vorliegen. "Meine Tätigkeit liegt im Vorfeld, in der Prävention und in der Prophylaxe - für unsere 80 Bewohnerinnen und Bewohner und für das Personal", erklärte die Physiotherapeutin.

Weitere Informationen unter www.hanse-zentrum.de
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Zitate - Lebensweisheiten - Denkanstöße

“Was manche Leute sich selbst vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach.”

Prof. Dr. Gerhard Uhlenbruck, * 17.06.1929

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