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Wirtschaft trifft Wissenschaft PDF Drucken E-Mail
Freitag, 21 März 2014 | Autor: Marie-Kristin Henneken

Wirtschaft trifft Wissenschaft im Marta: Industrie 4.0 als Herausforderung und Chance

Wo Wirtschaft auf Wissenschaft trifft, entstehen Synergieeffekte. Vor dem Hintergrund dieses Transfergedankens werden in regelmäßigen Veranstaltungen Vertreterinnen und Vertreter aus der Hochschule OWL, aus Unternehmen und Politik zusammengebracht, um die Region nachhaltig und gemeinschaftlich voranzubringen und einen lebendigen Austausch anzustoßen. Am Mittwoch fanden rund 130 Gäste den Weg in das Marta Herford, um in der kreativen und stimmungsvollen Atmosphäre des Museums über die aktuellen informationstechnischen Entwicklungen im Bereich Industrie 4.0 zu sprechen und sich zu vernetzen.

Eine starke Region mit Zukunftsfähigkeit setzt auf Innovationen, Wissensaustausch und Technologietransfer. Mit der Veranstaltungsreihe "Wirtschaft trifft Wissenschaft" bringen die Hochschule Ostwestfalen-Lippe, die Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford e.V., die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld und der Arbeitgeberverband Herford Hochschule, Unternehmen und Politik zusammen, um die Region weiter nachhaltig und gemeinschaftlich voranzubringen. Erstmals diente in diesem Jahr das Marta Herford als Veranstaltungsort.

Nach einer Führung durch die Ausstellung "Booster - Kunst Sound Maschine" begrüßte Roland Nachtigäller, künstlerischer Direktor des Museums Marta, die rund 130 Gäste und wünschte der Veranstaltung "den Raum, um Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam zu denken."

Mit seinem Vortrag "it’s owl - wodurch und wie profitiert die Region?" gab Günter Korder einen ersten Input zum Thema des Abends. "Das Thema Industrie 4.0, also die vernetzte, intelligente Produktion, beherrscht die Welt", so der Geschäftsführer Operations der it's OWL Clustermanagement GmbH. Durch das Spitzencluster sei Ostwestfalen-Lippe zur Modellregion für Forschung im Bereich Industrie 4.0, aber auch für eine gelebte Kooperation und den Technologietransfer weiter entwickelt worden.

Dr. Oliver Niggemann, Professor am Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL, stellte in seinem anschließenden Vortrag die Frage "Was macht die Produktion intelligent?" Intelligent bedeute in diesem Fall, dass Maschinen Aufgaben übernehmen, die sonst von Menschen ausgeführt würden, so Niggemann. "Der aktuelle Stand der Technik ist oft eine prozedurale Automation, bei der das Wissen beim Menschen - beispielsweise einem Informatiker - liegt und bei der die Maschine nur starre Prozesse ausführt und sich nicht an sich verändernde Gegebenheiten anpassen kann. Industrie 4.0 verschiebt die Produktion hin zu einer deskriptiven Automation, bei der das Wissen im System liegt, das dann entsprechend reagieren kann." Ziel sei die selbstoptimierende Maschine.

Christine Etrich, Journalistin und Moderatorin des Abends, diskutierte in der abschließenden Talkrunde mit Dr. Oliver Herrmann, Präsident der Hochschule OWL, Professor Dr. Jürgen Jasperneite, Fraunhofer Anwendungszentrums Industrial Automation (IOSB-INA), Tanja Krüger, resolto informatik GmbH und Dr. Dieter Wirths, Hettich Holding GmbH & Co. oHG, über die Frage, wie die Intelligenz in die Maschine kommt. Dabei ging es nicht nur um die Vorteile der informationstechnischen Entwicklungen für die gesamte Region Ostwestfalen-Lippe, sondern auch um Fachkräftesicherung, Datensicherheit und den Transfergedanken. Dr. Oliver Herrmann bezeichnete Industrie 4.0 als "elementaren Schritt zu einer neuen industriellen Revolution", die in einigen Jahren durch Unterstützung von Forschung zu erwarten sei. In diesem Zusammenhang sei Ostwestfalen-Lippe eine Vorzeigeregion, so Tanja Krüger: "Wir sind auf diesem Gebiet nicht die Getriebenen, sondern die Antreiber - auch dank der guten Kooperation, die sich durch it’s owl entwickelt hat." Das Science-to-Business-Center Centrum Industrial IT auf dem Campus der Hochschule OWL greift eben diesen Transfergedanken auf und "ist ein gutes Beispiel dafür, wie selbst Wettbewerber gemeinsam an Lösungen arbeiten können", sagte Professor Jasperneite. Dr. Dieter Wirths brachte den Tenor der Talkrunde auf den Punkt: "Wir sind die Region in Deutschland, die für Industrie 4.0 steht - darauf können wir sehr stolz sein!"
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